SPD-Ortsverein Pforzheim wählte Delegierte für Nominierungskonferenzen | Mast: "Demokratie ist kein Selbstläufer"

Veröffentlicht am 03.12.2020 in Ortsverein

Mitgliederversammlung auf Abstand: Der SPD-Ortsverein traf sich (erneut) im CCP (Foto: Alexander Lucas)

Im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung am 2. Dezember 2020 hat der SPD-Ortsverein nun seine Delegationen für die Nominierungskonferenzen für die Landtagswahl und Bundestagswahl gewählt. Die erneute Wahl wurde notwendig, da die Landesschiedskommission die Wahl vom 27. Juli für ungültig erklärt hatte.

In Zeiten von Kontaktbeschränkungen durch die Corona-Pandemie bestimmten umfangreiche Hygiene-Maßnahmen die Versammlung: Die Anwesenden mussten nicht nur beim Einlass die Körpertemperatur messen und die Mund-Nasen-Masken durchgehend aufbehalten, sondern neben der Händedesinfektion auch durchgehend den Abstand wahren. So verteilten sich die 62 stimmberechtigten Mitglieder im großen Saal des CongressCentrums Pforzheim (CCP) weitläufig mit ausreichendem Abstand zueinander.

Der Beginn des Abends, zu dem die Ortsvereinsvorsitzende Johanna Kirsch neben den Mitgliedern auch die Bundestagsabgeordnete Katja Mast, den Generalsekretär der SPD Baden-Württemberg Sascha Binder MdL und den stellv. SPD-Landesvorsitzenden Parsa Marvi begrüßen konnte, stand erst einmal im Zeichen der Trauer. Die Mitglieder gedachten nicht nur dem kürzlich verstorbenen Toni Schaaf, Ehemann der früheren Pforzheimer Sozialbürgermeisterin Monika Müller, sondern insbesondere auch Ralf Fuhrmann. Jacqueline Roos würdigte die politischen Verdienste von Ralf als Fraktionsvorsitzenden bzw. -geschäftsführer, aber auch als früheren Kreisvorsitzenden der Pforzheimer SPD. Sein Ehemann Timur Fuhrmann-Piontek dankte in bewegenden Worten für die Anteilnahme in den letzten Tagen. „Ralf hätte gewollt, dass ich heute hier bin. Ich habe zwar nur eine Stimme, ich bin aber zu zweit da“.

Nach einer Schweigeminute für die beiden kürzlich verstorbenen Sozialdemokraten fiel es schwer in die Tagesordnung einzusteigen. Die Sitzungsleitung, bestehend aus Dr. Jörg Schmidt und Stefan Oetzel, schaffte aber gut, den Übergang zum eigentlichen Grund der Zusammenkunft: Die Delegiertenwahlen konnten dank der hauptamtlichen Unterstützung des SPD-Landesverbandes zügig erledigt werden. So wählten die Mitglieder ihre 55 Delegierten für die Landtagsnominierung am kommenden Montag. Dabei überrasche es nicht, dass Stadträtin Annkathrin Wulff, die sich um das SPD-Landtagsmandat bewirbt, mit 59 Stimmen als Stimmenkönigin aus diesem Wahlgang hervorging. Mit jeweils 58 Plätzen folgen ihr Johanna Kirsch, Geerten Kück, Jens Jürgen Kück und Hannelore Schimpf.

Die 34-köpfige Delegation für die Bundestagsnominierung führen an Johanna Kirsch (60 Stimmen), Jacqueline Roos, Dr. Jörg Schmidt und Annkathrin Wulff (jeweils 55 Stimmen) an. Diese findet am kommenden Samstag in Straubenhardt an. Einzige Bewerberin ist die amtierende Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Bundestagsfraktionsvorsitzende Katja Mast.

Mit ihrer Anwesenheit stärkten der stellvertretende Landesvorsitzende Parsa Marvi und SPD-Landesgeneralsekretär Sascha Binder MdL, in seiner Rede wie auch die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion und lokale Bundestagsabgeordnete Katja Mast der regionale SPD den Rücken. Sascha Binder warb bezugnehmend auf die anstehenden Nominierungskonferenzen für die Wahl von Mast und Wulff und gab im Hinblick auf die parteiinternen Diskussionen der letzten Wochen die Marschroute vor: „Von diesem Abend soll das Signal nach Außen gehen: Die SPD Pforzheim ist ab heute wieder für euch da.“ Sascha Binder danke allen Hauptamtlichen, Ehrenamtlichen und Delegierten für ihren großen Einsatz, der zum Gelingen dieser Mitgleiderversammlung beigetragen hat. 

Katja Mast würdigte das zahlreiche Erscheinen der Anwesenden als Dienst und "notwendige Bedingung" für Demokratie. "Demokratie ist kein Selbstläufer", so Mast. "Klingt banal, ist es aber nicht: Donald Trump zum Beispiel klebt gerade an seinem Amt, gesteht seine Niederlage nicht ein und erschwert den demokratischen Machtwechsel." Demokratische Prozesse könnten anfällig sein für böswillige und von Egoismen getriebene Blockaden und Sabotage. Dabei müsse Demokratie auch in Pandemie-Zeiten funktionieren. "Wir geben der schweigenden solidarischen Mehrheit unsere Stimme", so Mast. "Wir sagen JA zur Demokratie der Vielen und wir sagen NEIN, wenn die Demokratie für persönliche Zwecke instrumentalisiert wird."

 

 

 

 

 

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