Ortsverein Süd der SPD gegen Markthalle auf dem Turnplatz

Veröffentlicht am 15.12.2007 in Ortsverein

Gegen den Bau einer Markthalle auf dem Turnplatz sprachen sich die Mitglieder des Ortsvereins Süd der SPD Pforzheim im Rahmen einer Mitgliederversammlung aus, bei der Stadtplaner Reinhard Maier als Referent geladen war.

Nach Auffassung der Mitglieder wird es nach dem Bau der Markthalle zu einem Verdrängungswettbewerb für die Ladengeschäfte in der Kaiser-Friedrich-Straße und möglicherweise auch am Sedanplatz kommen. Das geplante Café mit 60 Sitzen öffnet sich zum Flussufer, ist damit aber nach Norden orientiert, so dass Besucher, die im Freien säßen, wenig Sonne genießen würden. Damit sinke die Attraktivität deutlich. Die Mitglieder bezweifelten auch, dass ein Bedarf an weiteren neuen Läden in Pforzheim bestehe.Offensichtlich könnten bei den Mietpreisen in der Innenstadt nur Ketten überleben, die mit Billigangeboten ihr Geschäft machten. Davon gebe es schon jetzt genug.

Begrüßt wurden von der Versammlung dagegen die Sanierungsmaßnahmen, die in der Kaiser-Friedrich-Straße und ihren Seitenstraßen anlaufen sollen. Der Uferbereich soll - entsprechend einem seit 15 Jahren existierenden Flussuferkonzept - begehbar und somit aufgewertet werden. Für die Gebäude ist an Begrünung, ein neues Farbkonzept für die Fassaden, Grasdächer für Garagen, Modernisierung (neue Fenster bzw. Heizung) und Blockentkernung gedacht. Erklärtes Ziel ist, insgesamt 60 Gebäude in die Sanierung einzubeziehen. Der ehemalige SPD-Stadtrat Manfred Bader wies auf die Gefahr steigender Mieten nach Abschluss der Arbeiten hin. Es dürfe nicht sein, dass Geringverdiener zum Umzug gezwungen würden, wenn die Mieten zu hoch seien. Man dürfe Sanierung nicht übertreiben, in der irrigen Meinung, ausländischen Mitbürgern unsere deutschen Maßstäbe in Sachen Wohnqualität überstülpen zu müssen. Manfred Becker, Vorstandsmitglied des Ortsvereins, regte an, das so genannte "Wasserwerk", das der Stadt gehört, der aus allen Nähten platzenden Weiherbergschule zur Verfügung zu stellen. Man könne hier zwei große Klassenräume schaffen oder einen Proberaum für Musik.

Bezüglich der Belästigung der Anwohner durch den ständigen Verkehr wurde von den Mitgliedern die Frage einer Einbahnstraßen-Variante aufgeworfen, mit Umleitung des Verkehrs in einer Richtung entlang der Enz. Dies gefährde laut Stadtplaner Maier jedoch das Flussuferkonzept. Eine Untertunnelung der Kaiser-Friedrich-Straße wäre die beste Lösung, sei aber angesichts der finanziellen Lage der Stadt nicht finanzierbar.

 

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