Baden-Württemberg und die Macht der Atomlobby

Veröffentlicht am 12.05.2010 in Landespolitik

Aussagen von Herrn Mappus zur Laufzeit von AKW`s Leserbrief von Bernd Klapper
Herr Mappus präzisieren Sie ihre Aussage: „Laufzeitverlängerung bis zum Ende der technischen Lebensdauer“ von AKW`s. Muss demnach erst ein Störfall größeren Ausmaßes eintreten, damit ein Ende der technischen Laufzeit attestiert werden kann.

Ansonsten werden doch Spekulationen, zu Laufzeiten von AKW`s, Tür und Tor geöffnet. Die jetzt im Golf von Mexico gesunkene Bohrinsel erfüllte auch den Stand der neuesten Technik. Die angestrebte Verlängerung von Laufzeiten dient doch ausschließlich dazu, Geld in den maroden Landeshaushalt zu spülen. Sie wissen ganz genau, dass durch längere Laufzeiten der Strompreis für die Endverbraucher nicht Preisgünstiger wird. Denn längst wird Strom an der Börse gehandelt. Sie verschweigen sogar, dass Atomstrom, würden alle Kosten (Suche nach Endlager/Polizeieinsätze bei Kastortransporten) den Erzeugern berechnet, mit die teuerste Energieart darstellen würde. Kein Wort von ihnen, dass derzeit nur 13 der 17 AKW`s am Netz sind. Und die beiden großen „Brunsbüttel“ und „Krümmel“, so der Vorstand von Vattenfall, 2010 gar nicht mehr ans Netz können. Niemand registriert einen Engpass in der Energieversorgung. Sie und die Landesregierung ignorieren Warnungen des Verbandes Kommunaler Unternehmen, der darauf verweist, dass eine längere Laufzeit von AKW`s das energiewirtschaftliche Gesamtkonzept der Bundesregierung gefährde. Den Sie bestrafen Stadtwerke, die mit eigener Erzeugung, z. B. KWK, zum erreichen der CO2 – Werte beitragen, die von der Bundeskanzlerin und der Bundesregierung festgeschrieben sind. Sie gefährden damit Arbeitsplätze bei Kommunalen Unternehmen. Die Anstrengungen Privater Investoren im Marktanreizprogramm (MAP) für erneuerbare Energie, werden durch die verhängte Haushaltssperre der aktuellen Bundesregierung ebenfalls negative Auswirkungen auf Arbeitsplätze in Deutschland haben. Keine Frage, Deutschland braucht einen Energiemix, aber keinen einseitigen Alleingang mit Atomenergie.

 

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