Antrag „Erhöhung der Mittel für die Jugendarbeit Stadtteile“

Veröffentlicht am 26.02.2018 in Gemeinderatsfraktion

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Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Boch,

 

die SPD Fraktion stellt den Antrag, die Verwaltung möge die Mittelbereitstellung für die

offene Kinder- und Jugendarbeit in den eingemeindeten Stadtteilen sowie insgesamt in der Stadt in der bisherigen Quantität bei fachlich gewünschter Qualität sicherstellen und dazu in einem ersten Schritt um mindestens € 120.000 jährlich erhöhen, um Angebotsreduzierungen der SJR Betriebs GmbH in 2018 für die Stadtteile Büchenbronn, Huchenfeld und Würm  zu vermeiden, einen Kinder- und Jugendtreff in Eutingen, sowie ein Kinder- und Jugendangebot in Hohenwart überhaupt erst zu ermöglichen.

Weiterhin sind Mittel in Höhe von 155.000 € jährlich erforderlich, um Verteilungsungleichheiten und Ungerechtigkeiten im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel anzupassen.

Es kann nicht angehen, dass die Versorgung von Kindern und Jugendlichen in den verschiedenen Ortsteilen der Stadt zwischen 0 € pro Kind in Hohenwart bis zu 198 € pro Kind in Würm wert ist- alle Kinder und Jugendlichen haben ein Recht auf wohnortnahe Angebote der Jugendarbeit.

Um bei der grundsätzlichen Versorgung mit Angeboten der Jugendarbeit den Anschluss an die anderen Stadtkreise im Land zu schaffen, sollten 600.000 Euro jährlich zusätzlich zur Verfügung stehen, was etwa durch eine jährliche schrittweise  Erhöhung des Zuschusses von 120.000 Euro jedes Jahr über einen Zeitraum von 5 Jahren auf dann 600.000 Euro zusätzlich im Jahr erreicht werden könnte. Dies sollte in den kommenden städtischen Haushalten und der kurz- bis mittelfristigen Planung derselben entsprechend berücksichtigt werden.

 

Begründung:

 

Kindern und Jugendlichen sind gute und gleichrangige Bildungs- und Ausbildungschancen zu eröffnen, wenn sie eine echte Perspektive in unserer Stadt haben sollen- unabhängig vom Geldbeutel oder Wohnquartier der Eltern.

Familienfreundlichkeit hört nicht bei der Schaffung von Kitaplätzen auf, sondern bedeutet genauso, auch Kinder und Jugendliche, sowie Heranwachsende mit guten Angeboten zu versorgen.

Hier besteht dringender Handlungsbedarf!

Im Vergleich zu anderen Stadtkreisen in Baden-Württemberg ist, die Kinder- und Jugendarbeit in Pforzheim unterfinanziert.

So liegt Pforzheim hinsichtlich des eingesetzten Personals in der Jugendarbeit an letzter Stelle der Stadtkreise und somit über 40% unter dem Durchschnitt, was besonders fatal ist vor dem Hintergrund, dass unsere Stadt mit die ungünstigsten Sozialstrukturdaten in Baden-Württemberg auf-

weist.

Neben außerordentlich hohen Armutszahlen bei Kindern, den damit einhergehenden reduzierten Entwicklungschancen und der hohen Jugendarbeitslosigkeit, mangelt es im Kernstadtbereich in Pforzheim zudem auch an anderen Förder- und Unterstützungsangeboten etwa im Schulbereich, z.B. Ganztagsschulen oder auch Hortangeboten für Kinder. Die Offene Jugendarbeit könnte bei fachgerechter Ausstattung in gewisser Weise eine Kompensation der ungünstigen Sozialstruktur ermöglichen. Dies ist ausgerechnet in den hochbelasteten Stadtteilen nicht gegeben.

.

 

 

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

                                   

Ralf Fuhrmann                                                      Jacqueline Roos

Fraktionsvorsitzender                                           stellv. Fraktionsvorsitzende

 

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