Antrag auf Rücknahme von Kürzungen Kita-Personal

Veröffentlicht am 24.08.2017 in Gemeinderatsfraktion

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Boch,

 

wir machen uns den Antrag auf Rücknahme der Haushaltskürzungen im Bereich Kita des Gesamtelternbeirats Pforzheimer Kindertageseinrichtungen bzw. einiger Mitglieder des Jugendhilfeausschusses zu eigen.

 

Der Stadtrat möge beschließen:

  1. Rücknahme der Haushaltskürzung Nr. 198 Leitungsfreistellung
  2. Rücknahme der Haushaltskürzung Nr. 191 Streichung Zuschuss für Finanzierung praxisintegrierter Ausbildung (PIA) bei kirchlichen und freien Trägern.
  3. Rücknahme der Haushaltskürzung Nr. 209 Anrechnung der PIAs auf Personalschlüssel
  4. Rücknahme der Haushaltskürzung Nr. 200 Erhöhung der Anrechnung bei Anerkennungspraktikantinnen/-praktikanten
  5. a) Rücknahme der Haushaltskürzung Nr. 193 Erhöhung der Elternbeiträge

b) Die Stadtverwaltung wird beauftragt ein neues Konzept mit sozial-verträglichen Staffelungen zu erarbeiten.

  1. Rücknahme der Haushaltskürzung Nr. 197 Reduzierung des Fortbildungsbudgets
  2. Die Stadtverwaltung wird beauftragt die Vorschläge einer Gegenfinanzierung dieser Rücknahme-Maßnahmen zu prüfen und dem Gemeinderat entsprechende Vorschläge zu unterbreiten.

Begründung

Wir folgen vollumfänglich der Argumentation des Gesamtelternbeirats Pforzheimer Kitas, sowie der vorliegenden Stellungnahmen des Bündnisses für Familie und der Katholischen Kirchengemeinde (beide Stellungnahmen legen wir dem Antrag bei) hinsichtlich der beschlossenen Haushaltskürzungen im Bereich Kindertagesstätten-Personal. Wir teilen die Sorge über die aktuelle und zukünftige Personalsituation in den Pforzheimer Kitas.

 

Wir finden gut ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher sind eine äußerst wichtige Grundlage für eine qualitätsvolle, erfolgreiche Arbeit in den Pforzheimer Kindertagesstätten, vor allem angesichts der großen Zahl an Kindern aus sozial schwachen Familien und Zuwanderungsfamilien.

 

Daher muss es im Interesse der Stadt Pforzheim sein, dass in den städtischen Kitas gut ausgebildet wird. Hierzu gehört es, dass die Ausbilder genug Zeit haben, die Auszubildenden anzuleiten und zu begleiten. Wir halten es für kontraproduktiv, wenn die Auszubildenden/Anerkennungspraktikanten als Stelleninhaber angerechnet werden. Einerseits ist dies eine Überforderung der angehenden Erzieherinnen und Erzieher, denen damit die Chance auf Erlangung von Fachkompetenz teilweise verweigert wird. Andererseits findet die zusätzlich zu leistende (Ausbildungs-) Arbeit der ausbildenden Erzieherinnen / Erzieher keine Wertschätzung, wenn es keine zeitliche Freistellung für diese Aufgaben gibt.

Die SPD-Fraktion war schon immer gegen diese Kürzungen und hat sich für eine "Abmilderung" teilweise erfolgreich eingesetzt. Da es aber ein "Gesamtbeschluss" zum Haushalt war, konnte die SPD-Fraktion damals nicht widersprechen obwohl sie fachlich von der Beurteilung dieses Antrags schon immer überzeugt war.

Die Fraktion WiP/Die Linke hatte gegen die Genehmigung des Haushalts gestimmt, da sie die Kürzungen im sozialen Bereich insgesamt für falsch gehalten hat.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Jacqueline Roos   

 

Henry Wiedemann 

 

Stadträte/Stadträtinnen der SPD-Fraktion im Pforzheimer Gemeinderat

Joachim Bott                 

Claus Spohn         

Peter Pfeiffelmann        Wolfgang Schulz            

Christof Weisenbacher      

Stadträte der Fraktion WiP/Die Linke im Pforzheimer Gemeinderat

 

 

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